Herzklopfen, ein leichtes Kribbeln im Bauch, ein bisschen Nervosität und die Frage: Was erwartet mich eigentlich?
Eine Coaching-Session kann einiges in Bewegung bringen. Schließlich geht es oft um persönliche Themen, Gedanken und Gefühle, die uns beschäftigen. Da darf man schon mal ein bisschen aufgeregt sein.
Damit du dich gut auf deine Coaching-Session vorbereiten kannst und dich dort ganz auf dich und dein Anliegen konzentrieren kannst, habe ich dir ein paar Tipps zusammengestellt.
Gedanken und kleine Rituale für die Zeit davor und danach
Vielleicht freust du dich auf unsere Coaching-Session. Vielleicht bist du auch ein wenig aufgeregt. Gerade wenn ein Thema für dich wichtig ist oder du noch wenig Coaching-Erfahrung hast, ist das ganz normal.
Coaching kann vieles in Schwingung bringen. Manchmal fühlt es sich leicht und klärend an, manchmal tauchen auch erst einmal Emotionen auf. Beides darf sein.
Damit du dich rund um unsere Session möglichst wohlfühlst, habe ich hier ein paar Gedanken und kleine Impulse für dich gesammelt. Nimm dir einfach das mit, was sich für dich stimmig anfühlt.
So fühlst du dich rundum bereit für deine Coaching-Session
Eine Coaching-Session kann sehr kraftvoll sein. Manchmal verläuft sie ruhig. Manchmal berührt sie Themen, die erst einmal Emotionen bewegen oder innerlich etwas durcheinanderbringen. Das ist völlig normal.
Im Coaching geht es nicht darum, oberflächlich über Dinge zu sprechen. Es geht darum, dich selbst besser zu verstehen, innere Prozesse zu verarbeiten und neue Perspektiven zu entdecken. Dass dabei Gefühle auftauchen oder dein Körper reagiert, ist ein natürlicher Teil dieses Weges.
Ich kenne das auch aus eigener Erfahrung. Wenn ich selbst in eine Coaching- oder Therapiesession gehe und weiß, dass ich ein emotionales Thema anschauen möchte, spüre ich manchmal schon vorher Aufregung. Mein System weiß, dass gleich etwas in Bewegung kommen könnte.
Damit sich unsere gemeinsame Arbeit für dich möglichst angenehm und unterstützend anfühlt, habe ich diesen Artikel geschrieben. Die folgenden Gedanken und kleinen Rituale können dir helfen, dich gut auf eine Session vorzubereiten und danach wieder bei dir anzukommen.
Du musst dabei nichts „richtig“ machen. Manches ist vielleicht passend, anderes nicht. Vielleicht hast du auch bereits eigene Strategien, die dir guttun. Dann vertraue gerne darauf.
Drei hilfreiche innere Haltungen
Gerade wenn du noch wenig Coaching-Erfahrung hast, kann es entlastend sein, dich an ein paar Grundgedanken zu erinnern.
Du darfst einfach da sein
Im Coaching gibt es keine Bewertung und kein Ziel, das du erfüllen musst.
Du darfst dich in deine eigene Richtung entwickeln. In deinem Tempo und auf deine Weise.
Manche Menschen kommen mit einer klaren Fragestellung in die Session. Andere spüren nur, dass sie sich gerade etwas orientieren möchten. Beides ist vollkommen in Ordnung.
Alles darf auftauchen
Im Coaching geht es nicht darum, ob etwas „richtig“ oder „falsch“ ist. Viel wichtiger ist die Frage:
Ist es für dich im Moment unterstützend oder eher hinderlich?
Alles, was du wahrnimmst, darf da sein. Gedanken, Zweifel, Widerstände, Unsicherheit, Freude, Traurigkeit oder auch Tränen.
Falls dich dieses Thema berührt, kannst du auch gerne meinen Blogartikel lesen:
„Emotionen im Coaching: Weinen ist erlaubt und wertvoll“.
Du kennst dein Leben am besten
Ich sehe dich immer als Expertin oder Experten für dein eigenes Leben.
In den Sessions mache ich dir Angebote. Übungen, Perspektiven oder Fragen, die sich in meiner Arbeit, in meinen Ausbildungen und auch laut wissenschaftlichen Erkenntnissen bewährt haben.
Doch du entscheidest jederzeit selbst:
- was sich für dich passend anfühlt
- wie tief du dich auf eine Übung einlassen möchtest
- ob du etwas ausprobieren möchtest oder nicht
Wenn sich etwas für dich nicht gut anfühlt, darfst du das jederzeit sagen. Auch dann, wenn ein Teil von dir neugierig ist, ein anderer Teil aber noch zögert.
Gerade solche inneren Spannungen können sehr wertvolle Ausgangspunkte für unsere gemeinsame Arbeit sein.
Vielleicht hilft es dir auch, diesen Artikel vorab zu lesen:
„Warum deine Angst vor Coaching Sinn macht“.
Bevor unsere Session beginnt: Ein paar Minuten zum Ankommen
Eine gute Vorbereitung muss nicht aufwendig sein. Oft reicht es schon, dir ein paar Minuten zu nehmen, um innerlich im Termin anzukommen.
Nimm dir Zeit, bei dir selbst anzukommen
Plane möglichst ein wenig Puffer vor der Session ein.
Wenn du direkt aus einem hektischen Alltagstermin kommst, kann dein System noch im „Funktionsmodus“ sein. Ein paar Minuten bewusste Pause helfen deinem Körper und deinem Geist, umzuschalten.
Vielleicht setzt du dich kurz hin, atmest ein paar Mal bewusst durch oder streckst dich einmal.
Sorge für einen guten Rahmen
Wenn wir online arbeiten, suche dir am besten einen Raum, in dem du dich sicher und wohlfühlst und möglichst nicht gestört wirst.
Hilfreich ist außerdem:
- Handy lautlos stellen
- Laptop an den Strom anschließen
- Zettel und Stift bereitlegen
- ein Glas Wasser griffbereit haben
Wenn du Fragen oder Themen hast, die du ansprechen möchtest, kannst du sie dir vorher kurz notieren.
Eine kleine Übung, um dich innerlich zu stärken
Gerade wenn du aufgeregt bist, kann eine kurze Ressourcen-Übung sehr unterstützend sein.
Schau dich in deinem Raum um und suche etwa drei Dinge, die in dir ein gutes Gefühl auslösen. Das kann zum Beispiel sein:
- eine Pflanze
- ein Bild
- ein Erinnerungsstück
- ein Gegenstand, der dir Kraft gibt
Dann gehe folgendermaßen vor:
- Schaue einen der Gegenstände bewusst an.
- Nimm wahr, welche angenehme Resonanz er in dir auslöst und lass das angenehme Gefühl größer werden. „Bade“ für einige Sekunden in diesem Gefühl.
- Atme währenddessen einige Male etwa fünf Sekunden ein und fünf Sekunden aus.
- Danach wende dich dem nächsten Gegenstand zu.
Falls ein Gegenstand sich nicht gut anfühlt, wähle einfach einen anderen.
Diese Übung hilft deinem Nervensystem, sich zu stabilisieren und wieder mehr Ressourcen zu spüren. Gleichzeitig stärkst du damit deine eigene Selbstwirksamkeit. Diese Methode ist auch geeignet, um sie später auch in anderen Situationen im Alltag anzuwenden.
Wenn du möchtest, stelle dir einen kleinen Alarm, damit du den Beginn der Session nicht verpasst.

Wenn die Session nachwirkt: Raum für Integration
Auch wenn unsere gemeinsame Zeit beendet ist, wirkt eine Coaching-Session oft noch nach.
Man kann sich das ein wenig wie ein Lagerfeuer vorstellen: Das Feuer selbst ist vielleicht schon kleiner geworden, aber die Glut darunter strahlt noch Wärme aus.
Plane etwas Raum für dich ein
Innere Arbeit kann kraftvoll sein. Deshalb ist es hilfreich, danach nicht sofort wieder in den nächsten Termin zu springen.
Vielleicht möchtest du:
- ein paar Minuten sitzen bleiben
- deine Gedanken sortieren
- etwas trinken
- kurz nach draußen gehen
Halte wichtige Erkenntnisse fest
Viele Klientinnen und Klienten nutzen nach der Session ihr Workbook oder ihr Miro-Board, um Gedanken, Erkenntnisse oder Impulse festzuhalten.
Manchmal entstehen gerade in dieser Zeit noch einmal neue Einsichten.
Tue das, was dir jetzt guttut
Dein Körper weiß oft ziemlich gut, was er gerade braucht.
Das kann zum Beispiel sein:
- frische Luft
- Bewegung
- eine kleine Pause
- Schlaf
- Musik hören
- ein Spaziergang
Vertraue hier gerne deiner eigenen Wahrnehmung.

Mir ist noch etwas wichtig
Dass du dich in meinen Coachings gut aufgehoben fühlst, liegt mir sehr am Herzen.
Auch wenn zwischendurch intensivere Emotionen auftauchen können, geht es immer darum, dass du dich sicher fühlst und deinem eigenen Prozess in deinem Tempo folgen kannst.
Da ich immer nur einen Teil dessen wahrnehmen kann, was in dir vorgeht, bin ich sehr dankbar, wenn du während der Session teilst, wie es dir gerade geht oder was du brauchst.
Du darfst alles ansprechen, was dich bewegt und einfach da sein, so wie du bist.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen und dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten!

Noch ein paar praktische Fragen für dich
Neben den inneren Gedanken gibt es meistens auch ein paar ganz praktische Fragen. Hier die Antworten dazu.
Am besten das, worin du dich wohlfühlst. Bequem ist wichtiger als schick, dein Körper darf sich in dieser Zeit entspannen können.
In der Regel 90 Minuten. Kleine Abweichungen von ein paar Minuten sind möglich, je nachdem, wie der Prozess gerade verläuft.
Das darf sein. Mehr dazu findest du auch weiter oben verlinkt in meinem Artikel „Emotionen im Coaching: Weinen ist erlaubt und wertvoll“.
Und falls noch etwas offenbleibt, sprechen wir einfach direkt darüber, wenn wir uns kennenlernen.

Hallo, ich bin Carina.
Mich fasziniert die Frage, wie Menschen ihr einzigartiges Potenzial entdecken und ein Leben gestalten können, das sich wirklich nach ihnen anfühlt. Deshalb teile ich in diesem Blog Gedanken, Impulse und Inspirationen rund um Selbstreflexion, persönliches Wachstum und die kleinen Schritte, die Großes verändern können.
Folge dem Leuchten in dir
Manchmal spüren wir, dass etwas in uns wachsen möchte – mehr Klarheit, mehr Lebendigkeit oder einfach das Gefühl, wieder näher bei uns selbst zu sein. In meinen 1:1 Angeboten begleite ich dich dabei, dich selbst besser zu verstehen und deinen ganz eigenen Weg bewusster zu gestalten.
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