„Da die KI immer einen Verbesserungsvorschlag macht, vermittelt es mir zunehmend das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Es ist wie auf Arbeit: es gibt immer was zu bemängeln, die Spirale der Selbstoptimierung scheint nicht zu enden.“
Bis vor Kurzem lief meine Umfrage zu KI und persönlichen Themen, mit 70 Teilnehmenden. Genau dieses Zitat war dabei, und es hat mir fast das Herz zerrissen.
Denn genau dafür kämpfe ich jeden Tag: dass Menschen sich selbst wahrnehmen, statt sich ständig zu optimieren. Und jetzt lese ich, dass eine KI diese Spirale der Selbstoptimierung wieder in Gang setzen kann, ganz beiläufig, ohne böse Absicht.
Das ist für mich der Punkt aus der ganzen Umfrage, der mir am meisten Sorgen macht: dieses schwindende Vertrauen in sich selbst, dieses Gefühl, bestimmte Dinge nicht mehr so gut allein zu können.
Das soll nicht heißen, dass KI nur schadet. Viele haben durch sie mehr Klarheit gefunden, einen neuen Blick auf ein altes Thema, Entlastung gerade dann, wenn kein Mensch erreichbar war. Das bleibt wahr, auch wenn ich mich mit diesem Blogartikel den Schattenseiten und einen hilfreichen Umgang mit ihnen widmen möchte.
Wenn du dir selbst weniger zutraust
Dieses Gefühl war in den Antworten meiner Umfrage eines der häufigsten. Manchmal ging es ums Bauchgefühl, das leiser wird, weil eine schnelle Bestätigung nur einen Klick entfernt ist. Manchmal ging es um mehr: das Gefühl, bestimmte Dinge gar nicht mehr selbstständig hinzubekommen, weil die KI sie scheinbar mühelos übernimmt.
Deshalb möchte ich dir jetzt Impulse geben, damit du wieder mehr Vertrauen in dich selbst findest oder es bei der KI-Nutzung erst gar nicht verlierst.
Erst selbst positionieren, dann fragen
Bevor du die KI überhaupt öffnest, formulier kurz deine eigene Position. Was glaubst du gerade? Was würdest du tun, wenn du niemanden fragen könntest? Was spricht dafür, was dagegen, und wie fühlt sich die Entscheidung für dich an? Bei wichtigeren Themen kannst du das sogar aufschreiben, mit einer Art Sicherheits-Prozentzahl: „Ich tendiere zu A, weil …, ich bin mir zu 70 Prozent sicher.“ So bleibt die KI eine Ergänzung zu deinem Denken, nicht sein Ersatz, und du kannst später sogar nachschauen, wie oft dein erster Instinkt eigentlich richtig lag. Das holst du dir sonst selten vor Augen, weil du dich meist nur an die Male erinnerst, in denen du danebenlagst.
Frag nach Gegenargumenten, nicht nach der Wahrheit
Es macht einen Unterschied, wie du die KI fragst. „Was soll ich tun?“ macht sie zur Richterin. „Ich tendiere zu A, welche Aspekte übersehe ich vielleicht?“ lässt die Entscheidung bei dir und nutzt die KI für das, worin sie wirklich stark ist: neue Blickwinkel zu liefern. Das gilt besonders für dein Gefühl. Wenn sich etwas für dich falsch anfühlt, frag nicht „Übertreibe ich?“, frag lieber „Ich habe gerade dieses Gefühl, welche Erklärungen gibt es dafür?“ Dein Gefühl muss dabei nicht automatisch richtig sein. Aber es muss auch nicht erst von der KI freigegeben werden, bevor du es ernst nehmen darfst.
Leg dir KI-freie Zonen an
Du musst die KI dafür nicht komplett aus deinem Leben verbannen. Aber ein paar kleine Entscheidungen, die du bewusst wieder allein triffst, tun gut: was du heute isst, wie du auf eine Nachricht antwortest, welchen Weg du nimmst, was du am Wochenende machst. Entscheide, ohne zu optimieren und ohne nachzuprüfen. Das trainiert genau das, was durch ständiges Nachfragen leise verkümmern kann: dass du eine Entscheidung treffen darfst, auch ohne zu wissen, ob sie die beste war.
Deine Kompetenz misst sich nicht an der KI
Eine KI kann in Sekunden einen Text strukturieren oder zehn Argumente auflisten. Das heißt nicht, dass du das genauso schnell können musst. Frag dich stattdessen: Was kann ich, das die KI nicht für mich entscheiden kann? Deine Werte kennen. Erfahrungen einordnen. Abwägen, was eine Entscheidung für dein Leben und die Menschen darin bedeutet. Verantwortung übernehmen. Spüren, was sich stimmig anfühlt und was nicht. Und manchmal gehört dazu auch, etwas absichtlich selbst zu tun, obwohl die KI es genauso gut könnte: weil du selbst die Erfahrung brauchst, es geschafft zu haben.
Eine Person hat mir dazu übrigens auch etwas sehr Schönes geschrieben: „Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und etwas gemacht, wovon die KI mir abgeraten hat, und es war richtig.“
Ich wünsche dir genau das: den Mut, dich gegen die KI zu entscheiden, wenn dein Bauchgefühl etwas anderes sagt. KI sollte deine Urteilskraft erweitern, nicht ersetzen!

Wenn du nicht zum Schluss kommst
„Während ich mit KI endlos Schleifen ziehe und nie zu einem echten Ergebnis komme … Mich nervt, dass es nie zu einem Ergebnis kommt, wie zum Beispiel die Aussage nach einem halben Tag hin und her Schreiben: Suche dir einen Profi.“
Diesen Satz musste ich zweimal lesen. Eine KI, die einen stundenlang im Kreis dreht und einen am Ende selbst zu einem echten Menschen schickt. Fast tragisch, wenn es nicht so bezeichnend wäre für das, was mir in den Antworten immer wieder begegnet ist: Eine Unterhaltung mit KI kann sich unendlich weiterdrehen, weil sie fast immer noch eine Anschlussfrage, noch eine Perspektive, noch ein Szenario anbietet.
Deshalb möchte ich dir jetzt Impulse geben, damit du leichter selbst entscheidest, wann ein Gespräch mit der KI für dich genug ist.
Leg dir einen Endpunkt fest, bevor du startest
Formulier vorher, was du am Ende der Unterhaltung wissen oder entschieden haben willst, nicht nur das Thema, sondern das Ziel. Und leg dir gleich noch eine Grenze dazu: „Ich stelle maximal drei Nachfragen.“ „Ich will am Ende drei Optionen haben.“ „Ich nehme mir für dieses Anliegen maximal 10 Minuten Zeit.“ Das klingt fast zu simpel, aber genau das macht es wirksam, denn ein Gespräch mit KI kann theoretisch endlos weitergehen, wenn du ihm nicht selbst eine Grenze gibst.
Nicht jede Anschlussfrage verdient eine Antwort
KI ist sehr gut darin, aus einer Frage drei neue zu machen. Aus „Was spricht für Option A?“ wird schnell „Und was spricht dagegen?“, „Welche Risiken gibt es?“, „Und langfristig?“ Eine gute Gegenfrage an dich selbst: „Brauche ich diese Information wirklich für meine Entscheidung, oder ist sie einfach nur interessant?“ Und noch ein Test, wenn du merkst, dass du eigentlich nur noch aufschiebst: „Könnte ich auch jetzt schon entscheiden, ganz ohne weitere Information?“ Wenn ja, brauchst du die nächste Runde wahrscheinlich gar nicht.
Bitte die KI ums Ende, nicht um die Entscheidung
Du kannst die KI ganz bewusst dafür nutzen, wieder rauszukommen statt noch tiefer reinzugehen: „Fasse unsere Unterhaltung in drei Erkenntnissen zusammen, nenn keine neuen Aspekte mehr.“ Oder: „Wir drehen uns im Kreis. Was ist von allem tatsächlich relevant für meine ursprüngliche Frage?“ Das ist ein schöner Perspektivwechsel: Die KI hilft dir dann nicht beim Weiterdenken, sondern beim Aufhören.
Gib dir eine Gut-genug-Regel und einen inneren Schlusssatz
Du musst ein Thema nicht aus 25 Perspektiven beleuchtet haben, um eine gute Entscheidung zu treffen. Du kannst dir zum Beispiel sagen: „Wenn ich die drei wichtigsten Argumente kenne und nichts Entscheidendes fehlt, entscheide ich.“ Und dann brauchst du noch einen Satz, den du dir selbst sagst, nicht der KI: „Ich habe jetzt genug. Ich entscheide mich für …“ Danach schließt du das Fenster, ohne die KI davon noch in Kenntnis zu setzen. Sie muss das nicht wissen. Du schon.
„Eigentlich war schon schnell klar, was ich wissen wollte. Aber dann hat die KI irgendwie doch immer weiter nachgefragt und neue Sachen reingebracht, die mich am Ende mehr verwirrt haben. Ich habe die Entscheidung dann doch weiter vor mir hergeschoben, und das hat mich ein paar Tage unnötig gestresst.“ So beschreibt es eine Person aus meiner Umfrage, und genau das ist der Preis, wenn der Schlusspunkt fehlt.
Manche Unsicherheit lässt sich außerdem gar nicht wegfragen. KI kann Unsicherheit analysieren, aber nicht abschaffen. Ich wünsche dir den Mut, trotzdem irgendwann zu sagen: Das reicht mir jetzt!

Wenn dir die Nähe zu Menschen fehlt
„Die Themen wurden mehr bearbeitet, als wenn ich sie mit einer Freundin besprochen hätte, und es fehlte was.“
Genau dieses „es fehlte was“ trifft den Punkt. KI kann bemerkenswert unkompliziert sein, sie hat Zeit, urteilt nicht, ist geduldig. Aber worum es bei echter Nähe eigentlich geht, kann sie gar nicht leisten: ein Gesicht, das dich wirklich ansieht und deine Mimik liest. Eine Umarmung, wenn Worte gerade nicht reichen. Das Gefühl, gesehen zu werden, nicht nur gelesen. Körperliche Nähe setzt sogar Oxytocin frei, das Bindungshormon, das uns beruhigt und verbindet, und das entsteht zwischen Menschen, nicht im Chatfenster.
Deshalb möchte ich dir jetzt Impulse geben, damit du KI nutzen kannst, ohne dabei die Nähe zu echten Menschen zu verlieren.
Frag dich: Wem hab ich das eigentlich schon erzählt?
Manchmal merken wir erst beim Erzählen, wie gut es tut, dass jemand wirklich zuhört. Deshalb kann eine kleine Frage zwischendurch helfen: Mit wem würde ich darüber eigentlich gerne sprechen – wenn ich jetzt nicht die KI fragen würde?
Nicht jedes Thema muss gleich mit Freund:innen, Partner:in oder Kolleg:innen geteilt werden. Aber wenn die KI immer häufiger die erste und vielleicht sogar einzige Adresse für deine Gedanken wird, lohnt sich ein Blick nach draußen. Vielleicht gibt es jemanden, dem du schon lange etwas erzählen wolltest. Oder jemanden, bei dem du einfach einmal sagen möchtest: „Hast du kurz Zeit? Ich möchte dir etwas erzählen.“
Denn manchmal brauchen Gedanken nicht noch eine bessere Antwort. Sie brauchen ein Gegenüber.
Je wichtiger die Sache, desto wichtiger die menschliche Unterstützung
Eine einfache Faustregel: Je wichtiger eine Sache für dein Leben ist, desto wichtiger wird auch menschliche Resonanz. Für eine Formulierung oder eine schnelle Recherche reicht KI oft völlig aus. Bei Beziehungskonflikten, beruflichen Umbrüchen, Trauer oder großen Entscheidungen bringt ein echtes Gegenüber etwas mit, das keine noch so gute Analyse ersetzen kann: gemeinsame Geschichte, Beobachtung, Beziehung. Ein Mensch, der dich kennt, sagt vielleicht: „Du klangst gerade ganz anders, als du das erzählt hast.“ Oder: „Ich glaube, du redest dir gerade etwas schön.“ Das ist etwas anderes als eine KI-Antwort.
Erlebt Dinge wieder gemeinsam
Nähe entsteht nicht nur im Gespräch. Zusammen spazieren gehen. Kochen. Schweigen. Lachen. Sich über etwas aufregen. Manche Bedürfnisse lassen sich nicht durch eine bessere Antwort stillen, weil es gar nicht um eine Antwort geht. Manchmal willst du gar nicht verstanden werden, du willst nur, dass jemand da ist.
Nutz KI als Brücke, nicht als Endstation
Wenn du mit der KI etwas für dich geklärt hast, kann der nächste Schritt sein, dich zu fragen: „Mit wem möchte ich jetzt darüber sprechen?“ Oder du lässt dir von der KI sogar dabei helfen: „Formuliere mir drei Fragen, die ich einer Freundin dazu stellen kann.“ So wird die KI nicht zum Ersatz für den Austausch mit Menschen, sondern zu einem Weg dahin.
Für alle, die gerade niemanden haben, mit dem sie reden können:
Die TelefonSeelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar,
unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
KI kann dir zuhören. Aber sie kann nicht neben dir auf dem Sofa sitzen, mit dir lachen, deine Hand halten oder einfach da sein, wenn du gerade keine Worte hast.
Ich wünsche dir, dass du bei all den guten Antworten, die KI dir geben kann, die Menschen nicht aus dem Blick verlierst, mit denen du dein Leben wirklich teilen kannst!

Es geht nicht darum, KI weniger zu nutzen
KI kann unglaublich hilfreich sein. Die eigentliche Frage ist für mich deshalb nicht, wie viel KI wir nutzen, sondern wofür. Wo kann sie uns unterstützen und wo wollen wir selbst die Verantwortung behalten?
Für mich gehören dazu genau die Dinge, um die es in diesem Artikel ging: die eigene Einschätzung, ein Gefühl dafür, wann etwas genug ist, und der Austausch mit Menschen, die uns wirklich kennen. Diese Dinge dürfen bei uns bleiben. Gerade weil sie uns als Menschen ausmachen.
An dieser Stelle möchte ich ehrlich sein: Eine KI-Expertin bin ich selbst nicht. Auch für mich ist vieles daran noch neu. Ich probiere aus, beobachte, was sich verändert, und teile hier mit dir, was ich aus meiner Perspektive als Coach dabei wahrnehme. Manches davon sieht in einem halben Jahr schon wieder anders aus.
Deshalb versteh diesen Artikel bitte nicht als Anleitung, die für alle gilt. Nimm dir heraus, was für dich passt. Und wenn du selbst etwas gefunden hast, das dir hilft, KI zu nutzen, ohne dabei den Kontakt zu dir oder zu anderen zu verlieren, schreib es mir gerne in die Kommentare.
Wahrscheinlich lernen wir gerade alle erst, wie wir mit dieser neuen Möglichkeit leben wollen…
Trau dich auch, Dinge nicht so makellos zu machen wie eine KI. Unperfekt sein gehört zum Menschsein dazu, so wie beim Kintsugi die Bruchstellen sichtbar bleiben und trotzdem, oder gerade deshalb, etwas Schönes entsteht. Wenn dich das anspricht: In meinem Workbook „Scheiter heiter!“ geht es genau darum, gelassener mit Fehlern und Rückschlägen umzugehen.
Ich wünsche dir, dass du dir selbst dabei treu bleibst: deinem Bauchgefühl, deinen Mitmenschen und deinem Mut zur Unvollkommenheit!
Noch Fragen zum bewussten Umgang mit KI?
Ein paar Fragen, die über den Artikel hinausgehen, aber vielleicht trotzdem noch im Kopf bleiben:
Das musst du auch gar nicht. Es geht nicht darum, KI aus deinem Alltag zu verbannen. Gerade im Beruf kann sie eine große Entlastung sein.
Hilfreich kann aber sein, dir bei wichtigen Dingen bewusst zu machen: Die KI liefert mir Unterstützung – die Verantwortung und die Entscheidung bleiben bei mir.
Nicht unbedingt. Manchmal ist es sogar hilfreich, einen Gedanken erst einmal mit einer KI zu sortieren. Sie ist jederzeit verfügbar, stellt keine peinlichen Fragen und kann dabei helfen, Worte für etwas zu finden, das man selbst noch gar nicht richtig greifen kann.
Frage dich: „Was bekomme ich von der KI und was fehlt mir darüber hinaus trotzdem?“
Ja. Es kommt stark darauf an, welche Rolle du der KI gibst.
Du kannst sie zum Beispiel bitten, Gegenargumente zu sammeln, blinde Flecken aufzuzeigen oder verschiedene Perspektiven einzunehmen. Das kann dein eigenes Denken erweitern.
Etwas anderes ist es, die KI regelmäßig zu fragen: „Was soll ich tun?“ und ihre Antwort anschließend als Entscheidung zu übernehmen.
Zum Beispiel indem du nicht jede Antwort auf die Frage richtest: „Wie kann ich es besser machen?“
Du könntest die KI stattdessen manchmal ganz anders einsetzen:
„Hilf mir, meine Gedanken zu sortieren, ohne mir Verbesserungsvorschläge zu machen.“
Dann darf das auch so sein.
Dieser Artikel soll dir nicht einreden, dass KI grundsätzlich schlecht für dich ist. Vielleicht hilft sie dir tatsächlich dabei, einen Gedanken zu sortieren, eine schwierige Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten oder eine Phase zu überbrücken, in der gerade niemand erreichbar ist.
Beides kann gleichzeitig wahr sein: KI kann hilfreich sein und trotzdem Grenzen haben.
Je größer die Konsequenzen einer Entscheidung sind, desto weniger würde ich mich allein auf eine KI-Antwort verlassen.
Das gilt zum Beispiel bei gesundheitlichen, rechtlichen oder finanziellen Fragen, aber auch bei sehr persönlichen Entscheidungen, bei denen viel auf dem Spiel steht.
Bei solchen Themen kann deshalb ein echter Mensch die entscheidende Ergänzung sein: eine Ärztin, ein Therapeut, eine Beratungsstelle, eine Fachperson oder jemand, der dich persönlich kennt.
Dann hol dir bitte Unterstützung.
Die Gedanken und Tipps in diesem Artikel können ein Anfang sein, aber sie ersetzen keine professionelle Beratung oder Behandlung. Manchmal ist der wichtigste Schritt eben nicht die nächste Frage an die KI, sondern die Frage an einen Menschen.

Hallo, ich bin Carina.
Mich fasziniert die Frage, wie Menschen ihr einzigartiges Potenzial entdecken und ein Leben gestalten können, das sich wirklich nach ihnen anfühlt. Deshalb teile ich in diesem Blog Gedanken, Impulse und Inspirationen rund um Selbstreflexion, persönliches Wachstum und die kleinen Schritte, die Großes verändern können.
Raum für neue Perspektiven
In meinem Selbstcoaching-Raum findest du Workbooks, die dich dabei unterstützen, dich selbst besser zu verstehen, Herausforderungen mit mehr Gelassenheit zu begegnen und deinen eigenen Weg bewusster zu gestalten.
2 Kommentare zu „Wie du KI nutzt, ohne dich selbst dabei zu verlieren“
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Hallo liebe Carina,
vielen Dank für deinen wertvollen Beitrag. Ich habe ihn gerade bei Judith in der Übersicht gefunden, weil wir ihn in der gleichen Rubrik veröffentlicht haben.
Mir war gar nicht bewusst, dass KI das, was du beschreibst, auslösen kann. Ich arbeite auch sehr viel und sehr gerne mit KI und war eines Tages höchst genervt von der Ansage: „Ich kann dir aber noch das und das machen.“ Ich habe das bei Claude einfach festgeschrieben: „Sende mir gefälligst gleich die beste Lösung! Denn wir haben keine Zeit, hier hin und her zu lamentieren, und ich habe die beste Lösung verdient.“
Das hat er auch gut verstanden und seitdem macht er das nicht mehr.Ich weiß gar nicht, ob man das bei ChatGPT auch immer wieder mal sagen muss, aber ich habe versucht, mich auch noch mal reinzufühlen. Es hat mich einfach geärgert, dass ich immer wieder das Gefühl hatte, ich muss immer noch mal nachhaken oder ich muss etwas bestätigen. Ich habe mich einfach gefragt: Warum gebt ihr mir nicht gleich die perfekte Lösung, wenn es doch die „perfekte“ Lösung ist? Ich habe da, glaube ich, auch sehr rumgepöbelt, um das abzustellen.
Ich hatte mich dann kurzzeitig gefragt, ob ich gut genug bin, um die beste Lösung zu bekommen, weil ich nicht das Superduper-Riesenpaket gekauft habe oder weil ich vielleicht nicht Super-Premium-Kundin bin. Ja, du hast recht: Das kann ziemlich Stress machen.Aber dein Beitrag ist bedeutungsvoll, um eben in diesem Fall auch Kraft zu geben und zu sagen: Du bist gut, so wie du bist!
Danke dafür und liebe Grüße
Sandra Dirks-
Liebe Sandra,
vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!
Diese Erfahrung mit den ständigen „Ich kann dir auch noch …“-Angeboten kenne ich auch. Und ich finde es genial, dass du irgendwann einfach gesagt hast: „Ich habe die beste Lösung verdient.“ 😂
Genau das ist ja eigentlich ein schönes Beispiel dafür, wie wir selbst entscheiden können, wie wir KI nutzen möchten und wo wir Grenzen setzen.
Und deine Überlegung, ob du mit deinem Abo überhaupt die „beste Lösung“ bekommst, ist auch interessant. An sowas hatte ich selbst noch gar nicht gedacht.
Ich hoffe, dass du durch unsere Beschäftigung mit dem Thema jetzt auch ein kleines bisschen wacher dafür bist, wenn die KI mal wieder etwas Komisches macht oder eine Antwort kommt, die dich an dir selbst zweifeln lässt. Und dass du dann jedes Mal wieder daran denkst: Du bist gut, so wie du bist!Danke, dass du deine Erfahrung hier geteilt hast! ❤️
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