Wie viel von dir selbst siehst du noch, wenn du in den Spiegel schaust?
Ich habe mich das lange nicht gefragt… Als Kind wusste ich noch, wer ich bin, was ich wollte, was mich zum Leuchten brachte und was sich falsch anfühlte. Aber ich habe früh gespürt, was andere von mir brauchten und erwartet haben. Und ich habe es erfüllt. Mit viel Energie und großer Sorgfalt.
Dazu kamen Zuschreibungen: Mängel, Fehler, Korrekturen. Ich habe sie ernst genommen und in mein Bild von mir eingebaut. Lob gab es auch, aber irgendwie schien es mir wichtiger, an meinen Schwächen zu arbeiten. Damit ich irgendwann endlich gut genug sein würde.
Der trübe Spiegel – wenn das Selbstbild verschwimmt
Stattdessen wurde mein „echtes“ Bild von mir selbst immer verschwommener. Es war so, als würde ich vor einem beschlagenen Spiegel stehen, auf dem man kaum etwas erkennen kann und auf den zusätzlich noch lauter Etiketten geklebt waren. Darauf stand zum Beispiel sowas wie
- Du bist viel zu sensibel!
- Du hast eine zu große Einbildungskraft und Fantasie!
- Wenn du mit etwas angefangen hast, musst du das in jedem Fall mit voller Leidenschaft weiterführen – koste es, was es wolle!
- Du musst hart arbeiten – Pausen muss man sich schwer verdienen!
- Bleib lieber leise und angepasst – bloß nicht auffallen oder aus der Reihe tanzen!

Risse, Scherben und ein neuer Spiegel – der Beginn von Veränderung
Als ich begann, mich in meiner Glückslehrerausbildung und darauffolgenden Weiterbildungen, Coachings, Facereadings und einer Therapie immer tiefer mit mir selbst zu beschäftigen, begann ich gleichzeitig zu hinterfragen, was auf diesen ganzen Etiketten stand. Der beschlagene Spiegel mit meinem alten Selbstbild bekam erste feine Risse, die dann immer größer wurden, bis der Spiegel schließlich zerbrach. Eine Zeitlang habe ich mich kaum noch sehen können und war ziemlich verwirrt und orientierungslos.

Ein neues Spiegelbild – das Selbstbild verändern
Doch nach und nach habe ich mir einzelne Scherben angeschaut, sie von altem Dreck befreit, neu zusammengesetzt, mich von einigen Klebeetiketten gelöst und einen neuen Spiegel daraus gemacht. Auch wenn immer noch ein paar Stückchen fehlen und an manchen Stellen noch Klebereste von alten Etiketten sichtbar sind, ist mein Bild von mir heute viel klarer.
Was passiert, wenn dieses klarere Bild von dir auch nach außen sichtbar werden darf? Genau darum geht es in meinem Artikel über authentische Sichtbarkeit.

Und bei dir? – Fragen für deinen eigenen Spiegel
Was siehst du, wenn du in deinen Spiegel schaust?

- Wie viel von deinem Spiegelbild kannst du klar sehen?
- Welche Etiketten und Sticker kleben auf deinem Spiegel? Was steht drauf und wer hat sie wann dorthin geklebt?
- Welche davon möchtest du ablösen und was wird darunter sichtbar? Wer wärst du ohne all die Etiketten?
- Was darf sich neu zusammensetzen?
- Wie darf das neue Spiegelbild aussehen, damit es dich in deiner Ganzheit zeigt?
Vielleicht brauchst du deinen Spiegel gar nicht komplett neu zusammenzusetzen. Vielleicht reicht es, ihn erst einmal bewusst anzuschauen.

Hallo, ich bin Carina.
Mich fasziniert die Frage, wie Menschen ihr einzigartiges Potenzial entdecken und ein Leben gestalten können, das sich wirklich nach ihnen anfühlt. Deshalb teile ich in diesem Blog Gedanken, Impulse und Inspirationen rund um Selbstreflexion, persönliches Wachstum und die kleinen Schritte, die Großes verändern können.
Die Geschichte hinter diesem Blog
Auch ich kenne das Gefühl, mich selbst aus den Augen zu verlieren. Mein eigener Weg hat mich gelehrt, wie kraftvoll es sein kann, die eigene Persönlichkeit wiederzuentdecken und dem inneren Leuchten zu folgen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was meine Arbeit und diesen Blog geprägt hat, nehme ich dich gerne mit auf diesen Weg.
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